OP Verfahren der Adipositaschirurgie

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Schlauchmagenoperation (Gastric-Sleeve-Resection)Schlauchmagen

Verfahren vor dem Magenbypass. Mehr als 2500 Patienten haben diese Operation bereits in Recklinghausen seit 2008 erhalten. Wir vertreten die Ansicht, dass der Schlauchmagen bei den meisten Patienten als Ersteingriff geeignet ist und gegenüber anderen Operationstechniken deutliche Vorteile besitzt. Der Effekt auf die Gewichtsreduktion ist ganz erheblich und setzt unmittelbar nach der Operation ein. Bereits nach drei und sechs Monaten verlieren die Patienten häufig 25kg bis 50kg, je nach Ausgangsgewicht. Im Durchschnitt wird eine Reduktion des Übergewichts von etwa 70% nach 1 - 1,5 Jahren erreicht. Einige Patienten konnten im ersten Jahr nach der OP 100kg bis 200kg abnehmen. Begleiterkrankungen wie Bluthochdruck (Hypertonie) oder wie die Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) verschwinden in den meisten Fällen (ca. 80%) sehr rasch und es bedarf keiner Medikamenteneinnahme mehr. Die Ergebnisse sind in unserer Serie seit 2008 recht stabil. Natürlich gibt es Patienten die erneut zunehmen, hier kann die nochmalige Verschmälerung des Magens (Re-Sleeve) oder die Umwandlung zu einem speziellen Bypass (Omega-Loop oder SADI) sinnvoll sein. Die verschiedenen guten Möglichkeiten eines Wiederholungseingriffs bestehen praktisch nur beim Schlauchmagen.

Die Schlauchmagenoperation wird in minimalinvasiver Technik vorgenommen. In der Regel werden 4 kleine Hülsen (Trokare) mit einem Durchmesser von 5 - 14 mm über die Bauchdecke in den Bauchraum gebracht. Anschließend wird mit einem Ultraschallmesser der Magen so weit von der Umgebung gelöst, dass der Magen in Längsrichtung mit Hilfe von Klammernahtgeräten verschmälert und durchtrennt wird. Der Magenausgangsmuskel (Magenpförtner=Pylorus) bleibt intakt. Der überschüssige Anteil des Magens wird in einen Beutel verpackt und über eine der Bauchdeckenzugänge herausgezogen. Auf diese Weise wird das Fassungsvermögen des Magens auf etwa 100 - 150 ml begrenzt. Die Klammernahtreihe wird dann im oberen Anteil nochmals übernäht und am Zwerchfell fixiert. So wird die Naht gesichert und eine Antirefluxplastik erzeugt um eine Refluxkrankheit (Sodbrennen) zu verhindern. Die schlauchförmige Umwandlung und Verkleinerung des Magens führt dazu, dass auch kleine Nahrungsmengen schon zu einer effektiven und meist anhaltenden Sättigung führen. Dieser Effekt entsteht dadurch, dass mit der Magenverkleinerung auch sogenannte Hungerhormone (z.B. Ghrelin) derart reduziert werden, dass ein schnelles Sättigungsgefühl erreicht wird und der Hunger in sehr vielen Fällen unterbleibt. In gewisser Weise wird durch diese Operation eben auch das Gehirn durch die Reduzierung der Hungerhormone beeinflusst.

Die Operation selbst dauert zwischen 30 und 60 Minuten und in der Regel können die Patienten nach der Aufwachphase direkt auf die Spezialstation B7, dürfen bereits etwas trinken und sind noch am Operationstag wieder mobil. Drainagen oder eine Magensonde werden nur in Ausnahmefällen gelegt, gleiches gilt auch für einen Venen- (ZVK) oder Blasenkatheter. Zur Schmerzausschaltung bekommen die Patienten die Möglichkeit über eine Schmerzmittelpumpe (PCA-Pumpe=Patient-Controlled-Analgesia) sich selbst ein Medikament zu verabreichen.

Die Flüssigkeitsaufnahme reguliert sich innerhalb von zwei Tagen, so dass die meisten Patienten bereits am dritten oder am vierten Tag nach der Operation das Krankenhaus verlassen können und vollständig reisefähig sind. Komplikationen (Blutung, Nahtundichtigkeit) sind wie bei jeder Operation möglich, jedoch mit <1% in unserer Serie von über 2500 Operationen erfreulich gering.

 

 

Video einer Schlauchmagen OP


 

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