Minimalinvasive Chirurgie

 

Die Minimalinvasive Chirurgie ist für zahlreiche Operationen im Bauch- und Brustraum an der Klinik etabliert. Im Bereich der Viszeral- und der Thoraxchirurgie führen wir mittlerweile rund 70% der Eingriffe minimalinvasiv durch. Die Vorteile sind unbestritten.

Folgende routinemäßige Eingriffe werden überwiegend minimal-invasiv vorgenommen:

Im Bauchraum sowie der Bauchdecke erfolgen neben der Gallenblasenoperation und der Behandlung von Bauchdeckenbrüchen routinemäßig die Appendektomie (Wurmfortsatz), die Lösung von Verwachsungen (Adhäsiolyse), Antirefluxopertionen am Übergang Speiseröhre-Magen sowie die Nebennierenentfernung. Auch in akuten Fällen, wie einer Magen- oder Zwölffingerdarmperforation oder unklaren Blutungssituationen wird zunehmend von der laparoskopischen Diagnostik und Therapie Gebrauch gemacht.

Erste transvaginale Operation in NRW in der NOTES-Technik

Am 27. Mai 2008 wurde an der Chirurgischen Klinik erstmals eine Gallenblasenentfernung (Cholezystektomie) bei einer Patientin ohne Bauchschnitt als "transvaginale Cholezystektomie" in der NOTES-Technik durchgeführt.
Der Zugang zum Bauchraum erfolgte über die Vagina, über die dann auch die Gallenblase vollständig entfernt wurde. Diese neuartige Operationstechnik wurde erstmals im März 2007 an der Columbia University (USA) und im April 2007 in Strasbourg (F) klinisch erprobt. Verwendet wurden dort allerdings flexible Geräte die weitere Arbeitszugänge über die Bauchdecke erforderten. Diese Technik wurde von Prof. Zornig in Hamburg (D) weiterentwickelt und im Juni 2007 weltweit erstmals in der Technik erprobt, die jetzt auch am Knappschaftskrankenhaus Recklinghausen zur Anwendung kam. Nach unserem Kenntnisstand handelt es sich um die erste derartige Operation in Nordrhein-Westfalen, weltweit können bislang nur sehr wenige Kliniken dieses neue Verfahren anbieten.

Die Chirurgie ist damit auf dem Weg zur narbenlosen Bauchoperation wieder ein großes Stück vorangekommen. Von den 190.000 Gallenblasenoperationen pro Jahr in Deutschland werden etwa 2/3 allein an Frauen vorgenommen. Da neben der Vermeidung von sichtbaren Narben zudem mit noch geringeren Schmerzen als üblich gerechnet werden kann, ist für die Zukunft zu erwarten, dass sich viele Frauen mit einem Gallensteinleiden für diese neue Operationstechnik interessieren.

Postoperative Verweilzeiten bei Standardoperationen

Appendektomie - Cholezystektomie -Adhäsiolyse
Standardverfahren
Verweilzeit 1-4 Tage

Leistenhernien
Extraperitoneale Bruchlückenversorung endoskopisch als Standardverfahren
Verweilzeit 0-2 Tage

Antirefluxoperation
360° Nissen-Fundoplicatio, ggf. kombiniert mit laparoskopischer Cholezystektomie
Verweilzeit 3 Tage

Schilddrüsenchirugie
Videoassistierte Resektion bei Knotenstruma bis 25 mm Knotengröße
Verweilzeit 2 Tage

Laparoskopische Dickdarmresektion
Überwiegend Sigmaresektion / Hemikolektomie bei Divertikulitis frühelektiv oder im entzündungsfreien Intervall.
Onkologische Sigmaresektion / Hemikolektomie / Rektumresektion bei geeigneten Karzinomfällen
Verweilzeit ca. 7 Tage 

Adipositas-Chirurgie
Magenballonimplantation endoskopisch ambulant.

Magenbandimplantation laparoskopisch ambulant oder Entlassung meistens am 1. postoperativen Tag.

Schlauchmagenoperation
Verweilzeit 5 Tage

Y-Roux-Magenbypassanlage
Verweilzeit 5 Tage

Thoraxchirurgie
Videoassistierte Lungenspitzenresektion beim Spontanpneumothorax.
Thorakoskopische Diagnostik und atypische Lungenresektionen
Verweilzeit 3 Tage

Rückfragen

Bei Rückfragen können Sie sich natürlich jederzeit mit uns in Verbindung setzen.

  • Sekretariat der Chirurgischen Klinik
  • Tel: 0 23 61 - 56 31 01
    Fax: 0 23 61 - 56 31 97
  • Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Your Pic Your Pic Your Pic

DKG Krebsgesellschaft     Adipositas Selbsthilfegruppen

 

 

logo ua